


Die Einsparung von Treibhausgasen ist nicht nur eine Angelegenheit der Industrie, der Hausbesitzer und der Verkehrsteilnehmer: Jeder, der ein Produkt kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, verursacht mit dem Erworbenen einen grösseren oder einen kleineren «Kohlenstoff-Fussabdruck» (Carbon Footprint). Denn die Prozesse, die mit dem Lebenszyklus von Produkten zusammenhängen (Rohstoffbeschaffung, Produktion, Vertrieb, Nutzung und Entsorgung) emittieren in unterschiedlichem Masse Treibhausgase, die schliesslich der Nutzer des Produktes bzw. der Dienstleistung verursacht. Wer Produkte in Umlauf setzt und Dienstleistungen anbietet, sollte den Nutzer über den Carbon Footprint informieren.
Wegen der globalen Märkte muss es einheitliche Bilanzierungsregeln zum Carbon Footprint geben, die auf einem internationalen Konsens abgestützt sind: ISO-Normen sind gefragt.
Bereits 2008 wurde in Bogotá vom ISOISO
International Organization for Standardization/TCTC
Technical Committee 207/SCSC
Subcommittee 7 das Normenprojekt ISOISO
International Organization for Standardization 14067 – Carbon Footprint of products beschlossen. Danach gab es intensive mehrtägige Sitzungen der zuständigen ISOISO
International Organization for Standardization/TCTC
Technical Committee 207/SCSC
Subcommittee 7/WGWG
Working Group 2 in Kota Kinabalu (Malaysia), Kairo, Wien, Tokio und León (Mexiko) mit jeweils 50 bis 70 Teilnehmern aus 20 bis 30 Nationen, unter denen auch die Schweiz vertreten war. Hauptaufgabe dieser Sitzungen war es, den Text des jeweiligen Normenentwurfs zu verbessern, nach Massgabe von jeweils etwa 1500 Kommentaren, über die entschieden werden musste. Die letzte Sitzung fand im Januar dieses Jahres in Triest statt.
Zunächst war das Normenprojekt zweiteilig angelegt: Carbon Footprint of products; Part 1 – Quantification und Part 2 – Communication. Es gab jedoch bereits vor der Sitzung in León zahlreiche Kommentare, die eine Vereinigung der beiden Teile der Norm zu einem einzigen Dokument vorschlugen; hierzu zählte auch ein Schweizer Kommentar. In Triest wurde schliesslich in diesem Sinne entschieden.
Nach langen und zähen Diskussionen zeichnen sich langsam die Konsense ab, die in die neue Norm eingeflossen sind:
Bei der nächsten Sitzung in Oslo soll, nach Massgabe einer vorangegangenen Abstimmung, entschieden werden, ob der Normenentwurf auf die Stufe eines ISO/DISDIS
Draft International Standard angehoben wird. Dann wäre die Publikation im nächsten Jahr möglich.
Das entsprechende Schweizer Spiegelkomitee ist das INBINB
Interdisziplinärer Normenbereich/NKNK
Normen-Komitee 174 «Umweltmanagement».
Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
E-Mail: Rita Schindelholz, Telefon: +41 (0)52 224 54 19
Bereits publizierte Normen zum Thema Umweltmanagement:
Bitte beachten Sie: der Download als PDF kann nach der kostenlosen Anmeldung unter www.mysnv.ch durchgeführt werden.