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Blindenschrift auf Arzneimittel-Verpackungen

Normungsarbeit dient immer häufiger dem Zweck, Alltagsbarrieren für blinde und sehbehinderte Menschen abzubauen. Dazu gehört z.B., dass letztere im Umgang mit Arzneimitteln zuverlässig erkennen können, um welches Arzneimittel es sich in der Verpackung handelt.



Die im 2014 publizierte SN EN ISO 17351:2014 «Verpackung – Blindenschrift auf Arzneimittelverpackungen» geht auf diese Bedürfnisse ein. In der Praxis bedeutet dies, dass im Wesentlichen der Name des Arzneimittels, die Darreichungsform und Wirkstärke in Blindenschrift als Hilfsmittel zur Identifizierung aufgebracht werden muss.

Die Schaffung dieser Europäischen Norm für Blindenschrift auf Arzneimitteln ist durch die in 2004 veröffentlichte Europäische Richtlinie der Europäischen Kommission (Richtlinie des Rates 2004/27/EG) begründet. Diese Richtlinie fordert die Anbringung von Blindenschrift auf der äusseren Verpackung von Arzneimitteln in der Europäischen Union. Um diese EU-Richtlinie europaweit einheitlich umzusetzen, hatte die europäische Arbeitsgruppe CENCEN
Europäisches Komitee für Normung
/TCTC
Technical Committee
261/SCSC
Subcommittee
5/WGWG
Working Group
12 «Marking», die europaweit gültige Norm ENEN
Europäische Norm
15823:2010 «Blindenschrift auf Arzneimittelverpackungen» erstellt. Das Wissen und die Erfahrung, die in diese ENEN
Europäische Norm
eingebracht wurden, diente zur Entwicklung der ENEN
Europäische Norm
ISOISO
International Organization for Standardization
17351.

Die Blindenschrift wird weiterhin ein grundlegendes Kommunikationsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen auf der ganzen Welt sein.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Andreas Achtnich, E-Mail: andreas.achtnichsnv.ch, Tel.: +41 52 224 54 36

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SN EN ISO 17351:2014 (in deutscher, französischer und englischer Sprache)