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Bundesrat aktualisiert Effizienzvorschriften für Elektrogeräte, Anlagen und Fahrzeuge

Der Bundesrat erliess neue Effizienzvorschriften für Elektrogeräte, Heizungen und Wassererwärmer. Zudem verbesserte er die Käuferinformation bezüglich des Energieverbrauchs von Personenwagen. Diese und weitere Änderungen hat der Bundesrat mit Revisionen der Energie- und der CO2-Verordnung festgelegt. Die Änderungen traten mehrheitlich per 1. August 2016 in Kraft.


Im Rahmen der Änderung der Energieverordnung (EnV) hat der Bundesrat verschiedene Vorschriften und Verfahren aktualisiert und angepasst. Betroffen sind vor allem die Bereiche Elektrogeräte, Geräte für die Wärmeerzeugung (Heizungen), Warmwassererzeugung (Boiler) sowie die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Fahrzeugen. Diese Anpassungen haben vereinzelt auch Auswirkungen auf die Luftreinhalteverordnung (LRV) und die Verordnung über das Inverkehrbringen von Produkten nach ausländischen Vorschriften (VIPaV).

Vorschriften für energieverbrauchende Geräte
Elektrogeräte verbrauchen in der Schweiz jährlich rund 41 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht fast drei Viertel des gesamten inländischen Stromverbrauchs. Daneben beanspruchen Heizungen und Wassererwärmer einen erheblichen Anteil der fossilen Energien. Würden ausschliesslich die stromsparendsten Best-Geräte eingesetzt, könnte der Elektrogeräte-Stromverbrauch um rund einen Viertel gesenkt werden. Mit Vorschriften zur Energieeffizienz und zur Deklarationspflicht (Energieetiketten) kann ein Teil des Effizienzpotentials erschlossen werden.

Folgende Geräte sind von den Anpassungen betroffen:  

  • Warmwasserbereiter, Warmwasser- und Wärmespeicher (Anhang 2.1)
  • Haushaltslampen (Anhang 2.3)
  • Elektrische Backöfen (Anhang 2.7)
  • Set-Top-Boxen (Anhang 2.9)
  • Leuchtstofflampen (Anhang 2.14)
  • Lampen mit gebündeltem Licht (Anhang 2.15)
  • Gewerbliche Kühllagerschränke (Anhang 2.23)
  • Haushalts-Dunstabzugshauben (Anhang 2.24)
  • Raumheizgeräte und Kombiheizgeräte (Anhang 2.25)
  • Lüftungsanlagen (Anhang 2.26)
  • Haushaltskochmulden (Anhang 2.27)
  • Deklarationsvorschriften für Kaffeemaschinen (Anhang 3.9)


Zudem wurde die Kennzeichnung von Geräten im Internet präzisiert.

Für Öl- und Gas-Heizgeräte wurden die Anforderungen an das Inverkehrbringen analog der Ökodesign-Vorschriften in Europa festgelegt. Die Regelung erfolgt neu in der EnV und nicht mehr in der Luftreinhalteverordnung (LRV). Die Vorschriften hinsichtlich der Anforderungen im Betrieb verbleiben unverändert in der LRV.

Vorschriften für Fahrzeuge
Die Kennzeichnung von neuen Personenwagen mit der Energieetikette fördert einen informierten Autokauf und den Absatz energieeffizienter Fahrzeuge. Mit der aktuellen Änderung der EnV, Anhang 3.6, werden die Vorschriften über die Käuferinformation verbessert, Vereinfachungen umgesetzt und der Text besser verständlich gestaltet. Neu müssen bei allen Treibstoffarten die CO2-Emissionen aus der Treibstoffbereitstellung angegeben werden.

Die revidierte Energieverordnung trat mehrheitlich am 1. August 2016 in Kraft, die Vorschriften über die Entschädigung der Vollzugskosten der Kantone im Zusammenhang mit den Förderprogrammen für die Energie- und Abwärmenutzung sowie die Vorschriften über die Angaben des Energieverbrauchs und die Kennzeichnung von Fahrzeugen treten am 1. Januar 2017 in Kraft.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Marcel Schulze, E-Mail: marcel.schulzesnv.ch, Tel.: +41 52 224 54 24