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Neue ISO-Norm als Messlatte für den Nutzen von Gebäudeinvestitionen und die Zweckmässigkeit von Gebäuden

Anhand einer neuen ISO-Norm können Bauwirtschaft, Immobiliensektor und Investoren nun die Performance eines Gebäudes besser einschätzen.

Die ISOISO
International Organization for Standardization
9836:2011 «Performance-Normen im Bauwesen – Definition und Berechnung von Flächen- und Raumkennzahlen» stützt sich auf das in vielen Teilen der Welt verbreitete Konzept «Intramuros», das die Bewertung der wirtschaftlichen Eigenschaften eines Gebäudes anhand von Flächen- und Volumenkennzahlen ermöglicht. Das Verhältnis zwischen der durch das Gebäude eingenommenen Gesamtfläche und seiner Nutzfläche ist ein Indikator dafür, wie effizient Gebäudeinvestitionen und Baumaterialien verwendet worden sind.

Die Norm soll bei der Ausgestaltung folgender Aspekte zur Anwendung kommen:

  • Vorgaben für die geometrische Performance eines Gebäudes und seiner Räumlichkeiten (z.B. beim Entwurf, im Einkauf usw. oder auch im Rahmen gebäuderechtlicher Vorschriften)
  • Technische Unterlagen über die Performance ganzer Gebäude, die von Konstrukteuren, Baufirmen und Herstellern verfasst werden
  • Anteil der Bodenfläche, die für das Einrichten von Einzelarbeitsplätzen, Mobiliar oder Geräten oder für Durchgangswege nicht zur Verfügung steht
  • Bewertung, Vergleich oder Regelung der mit der geometrischen Performance zusammenhängenden Eigenschaften eines Gebäudes


Flächen- und Volumenkennzahlen sind grundlegende Daten für die Berechnung und den Vergleich von Kapital-, Betriebs- und Wartungskosten.

Das Verhältnis zwischen der Fläche der Gebäudehülle und der Nutzfläche zeigt, inwiefern in Bezug auf die Gebäudehülle und die Betriebskosten für Heizung und Klimaanlage Grundeinsparungen erzielt worden sind.

Die Norm enthält zum Beispiel Regeln für die Bestimmung von Bodenfläche (einschliesslich von Dachböden, Terrassen und Dienst- und Lagerräumen) und Volumen, die für den zweckmässigen Gebrauch des Gebäudes zur Verfügung stehen.

Die Norm erwähnt zudem Bespiele für die Verwendung von Gebäudeverlustfaktoren (prozentualer Unterschied zwischen Vermiet- und Nutzfläche) bei der Festlegung der Anforderungen an einen Neubau. Gewisse bauliche Elemente wie Säulen oder gebogene Wände, die z.B. das Platzieren von Möbeln erschweren, sind bei der Raumgestaltung zu berücksichtigen.

Gerald Davis, der Leiter des Normenprojekts, erläutert: «In vielen Ländern gibt es lokale Vorschriften für das Vermessen von Flächen und Volumen und diese Vorschriften sind von Land zu Land unterschiedlich. Als Regelwerk, das in jedem Land angewendet werden kann, macht die ISOISO
International Organization for Standardization
9836:2011 die Messwerte vergleichbar und erleichtert dadurch die Kosten- und Nutzenberechnung im Fall von Gebäuden.

Quelle: ISO News and Media, 3.11.2011

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ISO 9836:2011

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