SNV
27.07.2012
Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zufriedenere Mitarbeiter, eine erhöhte Produktivität und ein besseres Image sind nur eine Auswahl der Vorteile eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Dafür ist es nötig, nicht nur in die Gesundheit des einzelnen Mitarbeiters sondern auch in die der gesamten Organisation zu investieren.

Immer mehr Unternehmen erkennen dies und fragen sich gleichzeitig, wie sie ihre diesbezüglichen Aktivitäten optimieren können. Mit der neuen DIN SPEC 91020 «Betriebliches Gesundheitsmanagement», die von der B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH und dem DIN Deutsches Institut für Normung e. V. in Berlin vorgestellt wurde, gibt es nun erstmalig einen allgemein akzeptierten Standard für diesen Bereich.

Die Spezifikation legt Anforderungen an ein BGM-System fest und gibt Organisationen jeglicher Art, Branche und Größe damit Hilfestellung bei Aufbau und Einführung eines solchen BGM-Systems. Zudem kann sie als Grundlage für eine akkreditierte Zertifizierung herangezogen werden. Die DIN SPEC wurde von der B·A·D GmbH beim DIN initiiert und von einem Expertengremium entwickelt.

Das Projektmanagement und die Veröffentlichung der DIN SPEC, die über den Beuth Verlag zu erwerben ist, betreute die Koordinierungsstelle Managementsystemnormung (KoSMaS) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Das DIN sorgte weiter dafür, dass die bereits am Markt existierenden BGM-Systeme weitestgehend in der neuen DIN SPEC 91020 Berücksichtigung finden und alle an dem Thema interessierten Kreise in den Erarbeitungsprozess eingebunden wurden.

«Der Erfolg bei der Einführung und Umsetzung eines BGM kann nur gewährleistet werden, wenn dafür bestimmte Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse im Unternehmen geschaffen werden. Die neue Spezifikation legt diese Anforderungen an ein BGM-System fest», erklärt Prof. Bernd Siegemund, Vorsitzender der Geschäftsführung der B·A·D GmbH.

So spielt z.B. das Umfeld der Organisation in der Spezifikation eine Rolle. Denn ein BGM kann nur erfolgreich funktionieren, wenn äußere, beeinflussende Faktoren und Bezugsgruppen berücksichtigt werden. Ein weiterer Punkt ist das Führungsverhalten innerhalb des Unternehmens. Nur wenn das Thema Gesundheit in die betrieblichen Führungs- und Kernprozesse verankert wird und die betriebliche Gesundheitspolitik Bestandteil der Unternehmenspolitik ist, ist ein BGM-System erfolgsversprechend. Eine weitere Anforderung in der Spezifikation ist ein systematisches, strategisches Vorgehen. Hierfür ist eine entsprechende Planungs- bzw. Analysephase, in der z. B. Gesundheitschancen und -risiken ermittelt und konkrete Ziele benannt werden, notwendig.

In der Umsetzungs-Phase muss das Unternehmen alle erforderlichen Ressourcen und Kompetenzen bereitstellen, aber auch eine geeignete interne Kommunikation sowie Dokumentation veranlassen und umsetzen. Zudem sollte eine Organisation das BGM-System stetig auf Optimierungspotential überprüfen (Evaluation) und entsprechend verbessern - um nur ein paar weitere Rahmenbedingungen zu nennen.


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