24.10.2018 // Allgemeine News

17 Ziele der Vereinten Nationen

Massnahmen umsetzen mit internationalen Standards

Aufgrund der zunehmenden Beanspruchung unseres Planeten durch die wachsende Bevölkerung gehört die nachhaltige Entwicklung zu den grössten Herausforderungen, die sich uns heute stellen. Die Agenda 2030 stellt einen globalen Konsens dar, wonach in etwas mehr als zehn Jahren weltweit eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden soll, ohne dass dabei jemand aussen vor bleibt. Die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (SDG), die im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden, sind eine weltweite Aufforderung, Massnahmen zu ergreifen, um die Armut zu besiegen, unseren Planeten zu schützen und sicherzustellen, dass alle Menschen in Frieden und Wohlstand leben können.

Internationale Standards gehen zahlreiche globale Herausforderungen an. Sie bieten Lösungen für Branchen, Unternehmen und Gemeinschaften. Sie fördern Innovationen und verbreiten Informationen und Best Practices. Sie helfen ausserdem, die Verbraucher vor unsicheren und schädlichen Produkten zu schützen. Internationale Standards sind somit wichtig, um die Umsetzung der SDG (Sustainable Development Goals) zu unterstützen. ISO arbeitet mit führenden Experten und Partnern auf der ganzen Welt zusammen, um massgebende Instrumente bereitzustellen, die überall eingesetzt werden können. Vom Klimawandel zur Energieeffizienz – Standards erfüllen globale Bedürfnisse und helfen, unseren Fortschritt an den SDG zu messen.

Zudem integriert die Agenda 2030 in ausgewogener Weise die drei Dimensionen – wirtschaftlich, sozial und ökologisch – der nachhaltigen Entwicklung. Viele der 22'000 ISO-Standards tragen zu diesen drei Komponenten bei:

  • Wirtschaftswachstum, indem der Handel, die Interoperabilität und die Verbreitung von guten Geschäftspraktiken und neuen Technologien erleichtert werden.
  • Ökologische Integrität, indem mit Standards zu Luft-, Wasser- und Bodenqualität ein gutes Umweltmanagement gefördert wird, indem die Bewertung und Überprüfung von Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit dem Emissionshandel unterstützt wird und indem Standards zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien bereitgestellt werden.
  • Soziale Gerechtigkeit mit Standards zu Verbraucherinformation und -schutz, sozialer Verantwortung, Gesundheitstechnologien und -dienstleistungen sowie neuerdings Sicherheit am Arbeitsplatz.


Wie können wir dazu beitragen, dass die Ziele der Vereinten Nationen erreicht und in konkrete Massnahmen umgesetzt werden? Wie können Standards entwickelt und zur Erreichung dieser Ziele genutzt werden? Um Fortschritte und eine vermehrte Nutzung dieser Standards als Instrument zur Unterstützung der SDG sicherzustellen, hat ISO konkrete Massnahmen für eine höhere Visibilität von Standards ergriffen. In erster Linie wird das SDG-Standards-Mapping-Tool, das rund 600 Standards zur Unterstützung der SDG umfasst, den Organisationen, die die Agenda 2030 erfüllen möchten, weitere Fortschritte ermöglichen.

Mit dem neuen Bereich auf der Website von ISO, der an der diesjährigen Generalversammlung von ISO offiziell eingeführt wurde, versucht ISO erstmals, Standards zur kohärenten Unterstützung der SDG zusammenzuführen. Das Online-Tool, das die einzelnen SDG vorstellt und Beispiele von Standards gibt, die zu deren Erreichung beitragen können, wird weiter ausgebaut und entwickelt, wenn neue Projekte und Arbeitsfelder zur ISO hinzukommen.

Im Rahmen des laufenden Engagements für die Agenda 2030 müssen wir gemeinsame Bemühungen verstärken. Wir müssen eng zusammenarbeiten, um mit der Agenda Schritt zu halten, um gemeinsam möglichst stark zu werden und um unsere Ressourcen wirkungsvoller einzusetzen. Deshalb umfasst das Engagement von ISO für die Agenda 2030 starke Partnerschaften und einen Dialog mit anderen Organisationen.

Mit über 700 internationalen und regionalen Organisationen, die in formellem Kontakt mit ISO-Fachausschüssen stehen, besteht der eigentliche Wert dieser Partnerschaften nicht nur in der Fachkompetenz, sondern auch in den über die Jahre aufgebauten Verbindungen über Institutionen hinweg. Ihr aktiver Einbezug in die Gestaltung der ISO-Standards und deren Unterstützung in der Einführungsphase ist entscheidend, um einige der wichtigsten globalen Herausforderungen bis 2030 anzugehen. Zudem ist ISO stark in die Anstrengungen der erweiterten Familie der Vereinten Nationen involviert und arbeitet daran, diese zu erleichtern. ISO tritt mit verschiedenen UN-Agenturen und Geberorganisationen wie der Weltbank in Kontakt mit dem Ziel, ein grösseres Bewusstsein für die ISO-Standards zur Unterstützung der SDG zu schaffen. Sie haben sich auch einem Netzwerk grosser Organisationen angeschlossen, um sich als weltweit tätige Champions der Geschlechtergleichstellung dafür einzusetzen, die Geschlechterparität auf Führungsebene zu verbessern.

Unternehmen, Regierungen und Organisationen auf der ganzen Welt werden in der Sammlung internationaler Standards zunehmend Lösungen finden, die ihre Nachhaltigkeit sicherstellen – und damit für eine nachhaltige Entwicklung unseres Planeten sorgen. Gemeinsam können wir mit ISO-Standards dazu beitragen, die Agenda 2030 in die Tat umzusetzen, sodass niemand aussen vor bleibt.

Wie ISO-Standards die Agenda 2030 unterstützen
Die von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 ist ein Massnahmenplan für die Menschen, für unseren Planeten und für den Wohlstand. Dieser umfasst 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, die die 3 Dimensionen der Entwicklung ausgleichen: wirtschaftlich, sozial und ökologisch. 17 mutige und transformative Schritte, die dringend nötig sind, um die Welt auf den Weg der Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit zu führen.

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Quelle: ISO News, 2018

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Barbara Guder, , Tel: +41 52 224 54 14

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