27.05.2019 // Neue Normen und Produkte

«Food Authenticity»: damit immer drin ist, was draufsteht

So bringen Sie sich bei der Erarbeitung international anerkannter Analysemethoden ein und profitieren vom Wissensvorsprung

Konsumenten und Händler wollen authentische Lebensmittel, sei es Olivenöl extra vergine, Honig aus einer spezifischen Region oder edler Speisefisch. Aufgrund des internationalen Handels bleibt den Akteuren entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette oft nur das Vertrauen auf eine korrekte Deklaration der Händler. Diverse Lebensmittelskandale haben aber gezeigt, dass nicht immer drin ist, was draufsteht. Eine regelmässige Überprüfung der Authentizität von Roh-, Halb- und Fertigfabrikaten gehört daher ins Lebensmittelsicherheitskonzept von Herstellern, Verarbeitern und Händlern.

Hintergrund
Die Schweizer Gesetzgebung verlangt im Rahmen der Selbstkontrolle die Sicherstellung des Täuschungsschutzes. Auch in der Europäischen Union müssen die Mitgliedstaaten Massnahmen ergreifen, um die Authentizität und Integrität von Lebensmitteln zu gewährleisten und Lebensmittelbetrug zu verhindern. Dabei stellt sich die Frage, mit welchen Methoden und Messgrössen die Authentizität von Lebensmitteln bestimmt werden kann und welche messbaren Kriterien ein authentisches Lebensmittel definieren. Die europäische Normenorganisation CEN will sich der Thematik mit der Gründung eines neuen technischen Komitees annehmen.

Beschreibung des Projekts
Seit 2016 beschäftigen sich internationale Experten innerhalb der CEN Food Authenticity Coordination Group (FACG) mit der Thematik Food Authenticity. Diese Expertengruppe hat eine Übersicht über bereits vorhandene sowie dringend benötigte Analysemethoden vorgenommen. Es stellt sich heraus, dass zusätzliche, normierte Analysemethoden mehr denn je benötigt werden, um die Sicherheit der Konsumenten zu garantieren. Bereits existierende Komitees der europäischen Normung können diese Aufgaben nicht übernehmen, da nicht alle Lebensmittel-Matrizen von bestehenden Komitees abgedeckt werden.
Daher ist das Ziel des neuen Komitees die Erarbeitung von Normen zu Methoden für den Authentizitätsnachweis von Lebensmitteln. Diese Normen sollen Klarheit und Transparenz schaffen, wie der Nachweis der Authentizität gewährleistet werden kann.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:
Knowledge Centre for Food Fraud and Quality of European Commission

Was hat dieses Projekt mit der Schweiz zu tun?
Die Themen «Food Defence», «Food Fraud» und «Food Authenticity» werden auch für die Schweizer Lebensmittelbranche immer wichtiger. Die ansässige produzierende Industrie, insbesondere die Lebensmittelveredler und der Handel, sind auf authentische Rohstoffe, Halb- und Fertigfabrikate angewiesen.
Genormte und international anerkannte Analysemethoden braucht es für den Authentizitätsnachweis. Normen können als Grundlagen für Analysezertifikate herangezogen werden, damit Händler und Lieferant nach den gleichen Methoden testen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Lea Leibundgut, , Tel: +41 52 224 54 21

Ihr Mitwirken ist gefragt!
International anerkannte Analyse-Normen sollen breit abgestützt sein, daher ist es wichtig, dass bei der Erarbeitung nicht nur ausgewiesene Fachexperten teilnehmen, sondern alle betroffenen Akteure der Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Als Mitglied der Schweizer Normen-Vereinigung SNV bringen Sie im nationalen Spiegelkomitee INB/NK 172 «Food products» die Interessen Ihrer Branche sowie Ihres Unternehmens in den internationalen Normungsprozess ein, erarbeiten sich einen Wissensvorsprung und tauschen sich mit anderen Interessenten aus.

Weitere Vorteile einer SNV-Mitgliedschaft: Mehr erfahren!

Ihre Ansprechpartnerin für eine SNV-Mitgliedschaft:
Birgit Kupferschmid, , Tel: +41 52 224 54 18

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