08.03.2020 // Allgemeine News

ISO stellt die Geschlechterfrage am Internationalen Frauentag in den Vordergrund

ISO Gender Action Plan

Der Sonntag, 8. März, ist Internationaler Frauentag. Im Zeichen der nächsten Generation von Frauen und Mädchen, die in Zukunft in Führungspositionen aufsteigen werden, lautete das Motto der Vereinten Nationen «Generation Gleichberechtigung: Frauenrechte verwirklichen – für eine gleichberechtigte Zukunft» («Generation Equality: Realizing women’s rights for an equal future»). Damit sollen alle aufgefordert werden, auf die vollständige Gleichstellung der Geschlechter zu pochen. Die ISO trägt mit einer Reihe von geschlechterspezifischen Initiativen dazu bei, dieses Anliegen voranzubringen.

Der 2019 lancierte ISO Gender Action Plan legt fünf Schwerpunkte fest, die sich auf die Erhebung von Daten, die Schaffung eines Netzwerks zum Austausch von Best Practices sowie die Sensibilisierung für Normen zur Unterstützung der Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung der Rolle der Frau konzentrieren.

Als Champion der Geschlechtergleichstellung erklärt Sergio Mujica, Generalsekretär der ISO: «Wir von der ISO sind uns bewusst, dass internationale Normen wesentliche Instrumente zur Verringerung von Ungleichheiten, zur Schaffung von mehr Nachhaltigkeit und zur Förderung eines integrativeren Wirtschaftswachstums sind, die alle einen grossen Beitrag zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen, einschliesslich des SDG 5 (Gleichstellung der Geschlechter), leisten.»

Da die Erreichung aller 17 nachhaltigen Entwicklungsziele die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau voraussetzt, sind innerhalb der ISO verschiedene Bemühungen im Gange, um geschlechterspezifische Initiativen zu ergreifen. Im Laufe des Jahres wird ein International Workshop Agreement (IWA) über Unternehmen, die von Frauen geführt werden, stattfinden. Das Ziel des IWA ist es, die Zugänglichkeit für Unternehmerinnen zu öffentlichen und privaten Beschaffungsmöglichkeiten zu verbessern, die Beteiligung an Programmen zur Stärkung von Kapazitäten sowie an Anreizsystemen zu ermöglichen und die Zertifizierungskosten für Programme für eine grössere Lieferantenvielfalt zu senken. Das IWA wird vom SIS, dem ISO-Mitglied für Schweden, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Handelszentrum (ITC ) organisiert.

Seit dem ersten Internationalen Frauentag vor über hundert Jahren sind beträchtliche Fortschritte erzielt worden. Dennoch gibt es mit Blick auf die Zukunft noch immer Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Die Anwendung eines geschlechterspezifischen Ansatzes in Bezug auf die Normung bedeutet, dass auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen eingegangen wird, was wiederum dazu führt, dass Normen entwickelt werden können, die stärker auf Gleichstellungsfragen ausgerichtet sind und alle Geschlechter miteinbeziehen. Letztlich wird die Auseinandersetzung mit geschlechterspezifischen Verantwortlichkeiten zu einem echten Wandel und zu einer gerechteren Welt insgesamt führen.

Lesen Sie mehr über «Gender Responsive Standards Initiative»

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