27.06.2022 // Allgemeine News

ISO-Workshop zur Definition der Net-Zero-Leitprinzipien

Um die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen, müssen die vom Menschen verursachten Emissionen bis ins Jahr 2050 Netto-Null erreichen. Mit Hilfe des IWA 42 soll der Begriff Netto-Null geklärt werden und die Grundlage für Rechenschaftsmechanismen und eine einheitliche Berichterstattung gelegt werden.

Hintergrund
Das Pariser Klimaabkommen wurde am 12. Dezember 2015 an der UN-Klimakonferenz in Paris von allen Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen verabschiedet und sieht die Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor [1]. Die globale Erwärmung zeigt sich in der Schweiz bereits heute überdurchschnittlich – je nach Region mit unterschiedlich starken Auswirkungen. Das National Centre for Climate Services (NCCS) veröffentlichte am 16. November 2021 den Bericht «Klimawandel in den Schweizer Kantonen». In diesem Bericht werden vier absehbare Folgen für die Schweiz bei einer ungebremsten globalen Erwärmung aufgezeigt. (Emissionsszenario RCP8.5, kein Klimaschutz) [2, 3].
• Trockene Sommer
• Mehr Hitzetage
• Schneearme Winter
• Heftige Niederschläge

Das zuletzt veröffentlichte wissenschaftliche Gutachten des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) zeigt, dass viele der schlimmsten Folgen des Klimawandels vermieden werden könnten, indem die globale Erwärmung auf 1,5 °C begrenzt wird. Um dies zu erreichen, müssten die globalen, vom Menschen verursachten Emissionen bis 2050 Netto-Null erreichen. Allerdings ist nicht immer klar, was Netto-Null in der Praxis für staatliche (Nationen und Länder) und nichtstaatliche Akteure (Unternehmen, Wohltätigkeitsorganisationen, Bildungs- und Finanzinstitutionen, Regionen und Städte) bedeutet.

Klärung des Begriffs «Net-Zero»
Die internationale Normenorganisation - ISO ist sich der Dringlichkeit bewusst und organisiert einen internationalen Workshop zur Definition der Net-Zero-Leitprinzipien (IWA 42). Ziel der «Net-Zero Guiding Principles» ist die Unterstützung freiwilliger Initiativen, Normen, nationaler und internationaler Ziele. Die Leitprinzipien sollen Folgendes umfassen [4]:
1. Definition von (subplanetar) Netto-Null und verwandter Konzepte.
2. Leitlinien darüber, wie das Netto-Null-Konzept in Initiativen, Strategien, Richtlinien und Politiken integriert werden sollte.
3. Die Grundlage für Rechenschaftsmechanismen und -messungen – sowie die Entwicklung von konsistenten Indikatoren, welche eine einheitliche Berichterstattung und Kommunikation ermöglichen.

Dokument: IWA 42 on Net-Zero Guiding Principles
Sitzung 1: 13. Juli 2022, 09:00 - 12:00 CET
Sitzung 2: 13. Juli 2022, 18:00 - 21:00 CET
Ort: Virtueller Workshop
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Quellen:
[1] T. I. P. o. C. Change | The Intergovernmental Panel on Climate Change
[2] N. C. f. C. S. NCCS | Klimaextreme
[3] N. C. f. C. S. NCCS | Klimaextreme
[4] M. Rossi | IWA on Net-Zero Guiding Principles ISO

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
David Schaltegger, , Tel: +41 52 224 54 23

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