11.02.2020 // Neue Normen und Produkte

Neue Wege im Strommarkt mittels Blockchain und Co.

Schweizer Initiative «DLT-for-Power» lanciert

Diese Woche wurde die Schweizer Initiative «DLT-for-Power» lanciert. Sie erkundet neue digitale Wege für die zukünftige Stromversorgung. Über Digitalisierung mittels DLT (Distributed Ledger Technologies) erarbeitet sie Lösungen für die Dezentralisierung und Dekarbonisierung im Strom. Das Ziel ist, zunächst ein gemeinsames Verständnis und Grundlagen zu schaffen. In einem zweiten Schritt soll ein Schweizer Guide (SNG) entstehen, um die Vereinbarkeit von verschiedenen DLT-Anwendungen im System sicherzustellen, Interoperabilität zu gewährleisten und Automatisierung zu erhöhen. Nicht zuletzt wird auch der Energieverbrauch berücksichtigt.

Quantensprung für Stromversorgung
Wie sieht die Stromversorgung der Zukunft aus? Werden private Haushalte vermehrt selbst zu Energieerzeugern und -anbietern? Wenn sich der Strommarkt in diese Richtung weiterentwickelt, braucht es zukünftig alternative, digitale Lösungen für das ganze System. Die lancierte Initiative «DLT-for-Power» hat zum Ziel, dass verschiedene auf DLT basierende Anwendungen nahtlos über die gesamte Wertschöpfungskette des Strommarkts interagieren können. Das wäre ein Quantensprung in der Digitalisierung der Stromversorgung.

Blockchain kann die Lösung bringen
Eine der bekanntesten Distributed-Ledger-Techniken ist Blockchain, welche auch als Grundlage für Kryptowährungen verwendet wird. Das Potential von Blockchain im Strommarkt ist gross. Mithilfe dieser Technik und der Automatisierung können nicht nur die Produzenten, sondern auch die Verbraucher, Energiedaten (wie zum Beispiel die Herkunft) komplett rückverfolgen und auf ihre Vollständigkeit überprüfen. Diese Punkte stellen wichtige Komponenten dar, um die Transformation zu einem dezentralen, erneuerbaren Stromsystem zu forcieren. Auch der Energieverbrauch von DLT-Lösungen stellt einen wichtigen Schwerpunkt dar. Die angestrebte Lösung soll einen Beitrag zu energieeffizienten DLT-Anwendungen leisten und so dafür sorgen, dass DLT und Energiestrategie 2050 des Bundesamtes für Energie nicht im Widerspruch stehen.

Normung als Hilfsmittel für ein gemeinsames Verständnis
Das Ziel der Initiative ist in einem ersten Schritt, Grundlagen und ein gemeinsames Verständnis für die zukünftigen Fragestellungen und Anforderungen an DLT-Anwendungen im Stromssystem zu erarbeiten. Diese sollen in einem Schweizer Guide (SNG) unter dem Dach der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) entwickelt werden. Schon das alleine ist eine Innovation. Als Resultat soll darauf basierend dann eine einheitliche Richtlinie entstehen, mit welcher die Interoperabilität von DLT-Techniken gewährleistet werden kann. So können verschiedene Anwendungen nahtlos über die Wertschöpfungskette des Strommarktes miteinander interagieren.

Mehr als 30 Akteure in der Arbeit der Initiative involviert
Die Initiative wurde von Alpiq Digital und der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) angestossen, gemeinsam mit anderen grossen Energieversorgern weiterentwickelt und mit Unterstützung des Digital Innovation Office BFE geformt. EnergieSchweiz ermöglichte durch ihre aktive Teilnahme, dass mehr als 30 Akteure im Rahmen der «DLT-for-Power»-Initiative zusammenarbeiten. So beteiligen sich z.B. der Verband der Schweizerischen Elektrizitätswirtschaft, Swissgrid, Energie Web Foundation, Swisscom Blockchain AG sowie Akteure aus verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette, digitale Start-ups, Hochschulen und weitere Verbände. Jeder kann sich aktiv in die Initiative einbringen und mitwirken. Wir laden dazu ein, Kompetenz im Bereich Digitalisierung und DLT im Sinne der Energiestrategie 2050 einzubringen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Lukas Möhr, , Tel: +41 52 224 54 23

Ihr Mitwirken ist gefragt!
Wollen auch Sie sich an der Schweizer Initiative «DLT-for-Power» beteiligen und Ihr Wissen einfliessen lassen? Wenden Sie sich an Lukas Möhr für mehr Informationen: lukas.moehr@snv.ch.

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