29.03.2017 // General news

Rückverfolgbarkeit - Traceability

Neues ISO-Projektkomitee für bessere Rückverfolgbarkeit

Wie können Sie sicher sein, dass Ihre Flasche Champagner auch wirklich aus der Champagne kommt, ihre italienischen Schuhe tatsächlich in Italien angefertigt wurden und Ihre Milch effektiv pasteurisiert worden ist? Das Zauberwort heisst «Rückverfolgbarkeit», auch bekannt unter dem Begriff «Produktkette».

Die Rückverfolgbarkeit («Traceability») ist ein wichtiges Mittel zur Gewährleistung der Authentizität und damit der Qualität und der Sicherheit fast aller Erzeugnisse, die man sich vorstellen kann. Ein neues ISO-Komitee soll die Rückverfolgbarkeit erleichtern.

Die Kenntnis und die Nachverfolgung spezifischer Produkteeigenschaften (wie z.B. der Herkunft, der Nachhaltigkeitsmerkmale und/oder des Herstellungsprozesses) vom Rohstoff bis zum Verkauf werden immer wichtiger und von den Verbrauchern immer stärker eingefordert. Rückverfolgbarkeit und damit Transparenz vermitteln Gewissheit und ein besseres Verständnis für Produktionsschritte zur Reduktion von Gesundheits-, Sicherheits- und Qualitätsrisiken. In vielen Fällen ist Rückverfolgbarkeit gar rechtlich vorgeschrieben. Ein verlässliches Produktkette-Managementsystem ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für Zertifizierungs- und Qualitätssicherungssysteme.

Die Welt ist voller Produktkettesysteme und -programme mit jeweils eigenem Jargon, Profil und Branchenfokus. Es gibt Produktketten für Lebensmittelsicherheit, für nachhaltigen Landbau oder für Compliance in der Produktion. Die grosse Anzahl dieser Systeme bläht den administrativen Aufwand auf, verursacht dadurch höhere Kosten und verdrängt kleinere Unternehmen aus dem internationalen Markt. Vor diesem Hintergrund ist das neue ISO-Projektkomitee ISO/PC 308 gegründet worden, das die Rückverfolgbarkeit mittels einer weltweit einheitlichen ISO-Terminologie für alle Akteure in einer Lieferkette vereinfachen soll.

Rob Busink, der Vorsitzende des ISO/PC 308, sieht es so: «Die unkontrollierte Ausbreitung von Rückverfolgbarkeitssystemen mit ihren eigenen Definitionen verursacht für die Beteiligten verschiedener Lieferketten unnötige Verwirrung, Komplexität und Kosten. Die geplante generische Produktkettennorm soll Lieferkettenmodelle und das entsprechende Ausmass an Rückverfolgbarkeit definieren, spezifische Anforderungen in Bezug auf Administration, Umwandlungsraten und physische Tätigkeiten formulieren und dadurch den Marktzugang mittels einheitlicher Begriffe und Kriterien über die gesamte Lieferkette hinweg vereinfachen.»

«Wir gehen davon aus, dass sich bestehende und neue Zertifizierungssysteme zukünftig der in der ISO-Norm definierten Terminologie bedienen werden und es damit zu einer Vereinfachung der Konformitätsbewertung der unterschiedlichen Produktezertifizierungen kommen wird und Doppelarbeit und Missverständnisse erheblich reduziert werden.»

Bereits jetzt haben Organisationen aus den verschiedenen Branchen, wie Lebensmittel, Konsumgüter, Energie oder Bauwesen sowie Zertifizierungsinstitute und staatliche Stellen, dem Komitee Unterstützung bei der Erarbeitung der Norm zugesichert.

Quelle: ISO News, 2017

Ihr Mitwirken ist gefragt!
Wenn Sie sich dafür interessieren, aktiv an der Entwicklung von Normen zum Thema «Rückverfolgbarkeit entlang der Produktkette» mitzuwirken, werden Sie gebeten, mit der SNV Kontakt aufzunehmen.

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Barbara Guder, , Tel: +41 52 224 54 14

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